„Vom Fragment zur Begegnung“
Die Porträts entstehen durch das Zerlegen, Verschieben und Neuarrangieren von Fragmenten. Einzelne Teile eines Gesichts oder Körpers werden auseinandergezogen, versetzt oder gebrochen, um Risse, Lücken und Brüche sichtbar zu machen. Das vertraute Bild des Ganzen löst sich auf – Identität erscheint nicht mehr geschlossen, sondern vielschichtig und in Bewegung.
Das Fragmentieren ist dabei kein Zerstören, sondern ein Suchprozess: Indem sich die Teile voneinander lösen, entsteht Raum für neue Verbindungen. Die Fragmente stehen wie Splitter von Erinnerungen, Rollen oder Selbstbildern nebeneinander und finden sich in neuer Ordnung wieder.
So entstehen Porträts, die nicht das fertige Ich, sondern den Wandel und die Übergänge zeigen – das immer Unvollständige, immer Werdende. Das Fragment wird zum Symbol für Veränderung und Selbstfindung: Erst durch das Auseinanderfallen kann sich etwas Neues zusammensetzen.